ÿþ<html> <head> <meta http-equiv="Content-Language" content="de"> <meta name="GENERATOR" content="Microsoft FrontPage 5.0"> <meta name="ProgId" content="FrontPage.Editor.Document"> <meta http-equiv="Content-Type" content="text/html; charset=unicode"> <title>Samuel Ritter von Hahn</title> <link rel="stylesheet" type="text/css" href="../1.css"> </head> <body> <h1>Die Familie Samuel Ritter von Hahn</h1> <p>Zur jüdischen Nobilität Badens gehörte auch die Familie des Samuel Ritter von Hahn.</p> <p>Zu Beginn der zweiten Hälfte des 19. Jhdts. zog es den am 19. März 1837 in Ungarisch Ostrau geborenen Samuel Hahn in die Haupt- und Residenzstadt Wien, wo er in der Leopoldstadt 573 wohnte und es mit Zähigkeit und Fleiß zum Oberinspektor der Südbahn brachte. </p> <p>1870 zieht Hahn  dies verdeutlicht seinen sozialen Aufstieg  von der Leopoldstadt in die Innere, wo er zunächst in Elisabethstrasse, später in der Walfischgasse wohnt. </p> <p>1880 holt Paul-Eugene Bontoux Samuel Hahn als (jüdischen) Generaldirektor in die neu gegründete (katholische) Länderbank, einem Konkurrenzunternehmen zur Creditanstalt. Ein Amt, das Hahn siebzehn Jahre bis zu seiner Demissionierung Jahre 1897 innehaben sollte, und die infolge eines Verlustes der Bank im&nbsp; erfolgte . 1881 wurden die Hahns in den erblichen Ritterstand mit dem Prädikat &quot;von Hahn&quot; erhoben. 1883 schließlich wurde Samuel Hahn zum königlich serbischen Generalkonsul ernannt, welches Amt er dreiundzwanzig Jahre lang ausübte. </p> <p>1885 gab der, mittlerweile zum k.k. Hofrat avancierte Nobilitierte, Otto Wagner den Auftrag zur Erbauung einer Villa in Baden, die seiner Familie als ländlicher Sommersitz dienen und gleichzeitig den Repräsentationsanforderungen des Auftraggebers dienen sollte. In Wien bewohnt Hahn ab dem Jahre 1890 eine Wohnung im Hause Operngasse 8.</p> <p>Der Ehe Hahns mit seiner 1926 verstorbenen <strong><font face="Arial">Gattin Bertha</font></strong> entstammen vier Kinder:<br> 1.) Die älteste Tochter <strong><font face="Arial">Hermine von Hahn</font></strong> verheiratet mit Armin Baron von Popper.<br> 2.) Der einzige Sohn Hahns, <strong><font face="Arial">Carl von Hahn</font></strong>, verstarb bereits im Alter von dreißig Jahren, weswegen der Vater<br> 3.) für den Ehemann seiner <strong><font face="Arial">Tochter Clara</font></strong>, <strong><font face="Arial">Karl Marschall</font></strong>, im Jahre 1907 dessen Nobilitierung mit dem <strong><font face="Arial">Prädikat Ritter von Marschall-Hahn</font></strong> erwirkte.<br> 4.) Die jüngste Tochter Margarethe verwitwet nach Dr. Sigmund Altmann, zuletzt verheiratet mit Paul Aulegk.</p> <p>Nach dem Tode Samuel Ritter von Hahns im Jahre 1915 gelangte die Badener Hahn Villa in den gemeinsamen Besitz der drei Töchter. Schließlich geht sie im Jahre 1925 ins Eigentum der jüngsten Tochter Margarethe über. 1938 bis 1948 scheint deren nichtjüdischer Ehemann <strong><font face="Arial">Paul Aulegk</font></strong> als Besitzer der Liegenschaft auf, welche somit dem Zugriff der Nationalsozialisten entzogen war. Schließlich gelangte der Besitz noch vor dem Abzug der Russischen Armee am 20. Juli 1954 ins Eigentum der Allgemeinen Invalidenversicherungsanstalt. Der Besitz verfiel bis in die 80er Jahre zusehends und sollte schließlich samt allen Nebengebäuden abgerissen werden. Einer Initiative um den Badener Architekten Dipl. Ing. Gerhard Lindner gelang es schließlich zumindest die Schleifung der eigentlichen Villa zu verhindern. Der von Otto Wagner gleichsam großzügig konzipierte Park sowie ein Teil des Nebengebäudeensembles konnten aber nicht gerettet werden. Auf Teilen des einstigen Parks entstanden eine Reihe von Reihenvillenbauten</p> <p style="text-align: right">[<a href="../">Home</a>]</p> <p style="text-align: right"><font face="Arial">© 2003 MMag Thomas Eliser Schärf</font></p> </body> </html>