Waisenhaus des Kriegswaisenfonds der Agudath Israel

Germergasse 48

1921 eröffnete der Kriegswaisenfonds der Agudath Israel ein Waisenhaus, welches zunächst Kindern Obdach bot, deren Eltern Opfer der russischen Progrome wurde. Später stand es auch anderen (Teil)waisen offen. Die Leitung des Waisenhaus sorgte neben der weltlichen Ausbildung auch für eine streng religiöse Erziehung der Kinder, weshalb das Haus auch über einen eigenen Betsaal verfügte. Der Direktor des Waisenhauses Phillip Friedmann und seine aus Wiener Neustadt stammende Frau fanden in den Lagern Osteuropas Ihr Lebensende. Die Liegenschaft wurde nach dem 2. Weltkrieg an den Verein "Kriegswaisenfonds" der Agudath Israel restituiert und fristet seither dem Verfall.

© 2003 MMag. Thomas Eliser Schärf

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